FAQ's

Rheuma

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Chronische Nackenschmerzen - Rheumatoide Arthritis oder Fibromyalgie?

(Bild Unsplash)

Hilft Naturheilkunde bei Rheuma? Zu dem Thema werden richtige Glaubenskriege ausgefochten. Zunächst muss man klarstellen, dass die schulmedizinischen Therapien nicht die wirklichen Ursachen von Rheuma behandeln sondern nur die Symptome abmildern. Ob Naturheilverfahren hier hilfreich sind kann man nicht pauschal beantworten. Es hängt von der verwendeten Methode ab. In Bezug auf die Vegatherapie ist die Kombination mit den schulmedizinischen Methoden nach meiner Erfahrung sehr hilfreich. Die Vegatherapie kann den Patienten nicht kurzfristig beschwerdefrei machen. Deswegen sollte man, gerade bei schweren Krankheitserläufen, unbedingt eine kombinierte Therapie durchführen. Die Schulmedizin bringt den Patienten aus der Gefahrenzone. Die Vegatherapie beseitigt die Krankheitsursachen, was widerum die Schulmedizin nicht kann. So kann der Patienten den besten Nutzen aus den beiden unterschiedlichen Systemen ziehen.

Tritt Rheuma nach einer Coronaimpfung häufiger auf? Nach meiner Erfahrung werden durch eine Covidinfektion, aber manchmal auch durch die Impfung gegen Corona immunologisch die Karten völlig neu gemischt. Das heißt, dass Krankheitsbilder, die zwar im Körper angelegt aber nicht aktiv waren, aktiviert werden können. Das kommt vor, wenn der Körper z.B. mit anderen Krankheiten beschäftigt ist. In dem Fall wird er nicht unbedingt mehrere Krankheit gleichzeitig bearbeiten. Das kann sich nach der Coronaimpfung ändern. Am häufigsten habe ich beobachtet, dass rheumatische Krankheiten, oder auch ein chronisches Ermüdungssyndrom, aktiviert wurden. Auch ein Asthma kann sich verschlechtern. Es gabe eine europäische Studie (Covax Studie), in der genau dieser Zusammenhang untersucht wurde. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass z.B. Rheumatiker oder Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen nicht häufiger nach der Coronaimpfung eine Verschlechterung erleben, als andere Patienten ohne Autoimmunerkrankung. Ich bin da sehr skeptisch. In meinem Praxisalltag erlebe ich seit Jahren, dass Patienten die eindeutig rheumatische Beschwerden haben aber gleichzeitig negative Rheuma und Entzündungswerte aufweisen von der Schulmedizin nicht als Rheumatiker eingestuft werden. Das betrifft etwa 80% meiner Schmerzpatienten. Laut Vegatest haben diese Patienten aber eindeutig ein Rheuma und werden meist auch beschwerdefrei, wenn man sie entsprechend behandelt. Wenn man das zu Grunde legt, geht der gesamte Studienansatz in die Irre. Man hat nicht wirklich 2 unterschiedliche Studiengruppen, da in der Gruppe der Patienten, die angeblich keine Autoimmunerkrankung haben, viele nicht diagnostizierte Rheumatiker versteckt sind. Insofern vergleich man 2 fast identische Gruppen miteinander und bekommt dadurch auch fast identische Ergebnisse für beide Gruppen. Trotzdem bin ich kein Impfgegner und halte die Impfung gegen Corona für sehr wichtig. Man sollte nur nicht mit verfälschten Ergebnissen argumentieren.

Gibt es Rheuma im Nacken? Ja, es ist sogar ziemlich häufig. Rheuma ist ja eine gestörte Immunreaktion, die den ganzen Körper befallen kann. Am häufigsten findet sich aber eine Entzündung an den Gelenken. An der Wirbelsäule gibt es sehr viele Gelenke. Das Rheuma der Wirbelsäule nennt man Morbus Bechterew. Häufig sind die kleinen Facettengelenke neben der Wirbelsäule betroffen. Manchmal spielt sich die Entzündung auch zwischen den Wirbelköpern ab. Wenn ein Bechterew einen schweren Verlauf hat und schon mehrere Jahre andauert kann es zur Einsteifung der Wirbelsäule kommen. Soviel zum Hintergrund, jetzt aber zu der ursprünglichen Frage. Im Rahmen des Bechterew ist häufig auch die Halswirbelsäule betroffen. Das führt nicht nur zu Schmerzen sondern sehr häufig zu Muskelverspannungen und starkem Schwindel. Die Ursache dafür ist wahrscheinlich, dass im Bereich der Halswirbelsäule viele Nerven verlaufen, die dann durch die Entzündung und durch den Druck der verhärteten Muskulatur gereizt werden. Was kann man dagegen tun? Zunächst kann ein Versuch mit Neuraltherapie hilfreich sein. Dabei werden kleine Depots von örtlichem Betäubungsmittel in die Nähe der Facettengelenke und in bestimmte Triggerpunkte der verhärteten Muskulatur gespritzt. Wenn das keine Besserung bringt, oder die Beschwerden immer wieder auftauchen kann man mit Hilfe einer Vegatestuntersuchung feststellen, ob ein Rheuma vorliegt. Parallel sollte man wenigstens einmal beim Hausarzt die Rheuma und Entzündungswerte bestimmen lassen. Wenn man dann nach dem Vegatest die kranheitsauslösenden Stoffe löscht, lassen in der Regel nicht nur die Schmerzen, sondern auch die Muskelverspannung und der Schwindel nach.

Ist Rheuma heilbar? Die schulmedizinische Therapie kann bewirken, dass die Beschwerden der Patienten nachlassen, oder sogar ganz verschwinden. Für die meisten Patienten ist das schon zufriedenstellend. Um dieses Ziel zu erreichen, therapiert man mit Cortison, Chemotherapie, oder man macht eine Immuntherapie mit Biologicals. Leider handelt man sich damit auch oft kräftige Nebenwirkungen ein. Wenn man diese Therapien näher betrachtet, können sie aber keine Heilung herbeiführen, wie die betroffenen Patienten vielleicht vermuten, sondern man unterdrückt nur die Symptome. Mehr kann die Schulmedizin nicht erreichen, da sie die wahren Ursachen von Rheuma bis heute nicht kennt. Trotzdem bin ich der Ansicht, dass die schulmedizinische Therapie zumindest bei hochakuten, schweren Krankheitsverläufen sehr wichtig ist. Der bessere Weg um Rheuma zu heilen ist es, die Rheuma auslösenden Stoffinformationen zu löschen. Es dauert länger bis sich der Therapieeffekt bemerkbar macht, aber diese Therapie ist nachhaltiger als die alleinige schulmedizinische Therapie. Die Frage, welche Therapie für den einzelnen Patienten die beste ist, hängt vom jeweiligen rheumatischen Krankheitsbild und von der Schwere der Beschwerden ab. Bei leichten Beschwerden, oder wenn die Schulmedizin auf Grund von negativen Rheumawerten nicht von einem rheumatischen Krankheitsbild ausgeht, ist es sicherlich ausreichend mit Hilfe der Vegatherapie die Krankheitsursache zu löschen. Nach etwa 5-6 Monaten bemerken die Patienten meist eine deutliche Besserung. Bei schweren Krankheitsverläufen wie z.B. bei einer Polymyalgia rheumatica, einer Vaskulitis, einer Myocarditis oder bei einem Lupus erythematodes bzw. Morbus Wegener mit Organbeteiligung sollte man unbedingt parallel eine schulmedizinische Therapie durchführen. Sie wirkt schneller und bringt den Patienten erst mal aus dem gefährlichen Zustand. Die Vegatherapie kann dann in aller Ruhe die Ursache beseitigen, um das Rheuma zu heilen. Wenn man diese Aspekte berücksichtigt, würde ich behaupten, dass Rheuma heilbar ist.

Wie verändern sich Hände durch Rheuma? Rheuma befällt an den Händen in der Regel die Grundgelenke und die Mittelgelenke der Finger. Die Endgelenke sind in der Regel nie betroffen. Trotzdem gibt es Patienten, die Knoten an den Endgelenken haben, die sogenannten Heberden Knoten. Das dazu gehörige Krankheitsbild heißt Heberden Arthrose. Die gleichen Knoten gibt es auch an den Mittelgelenken. Dort spricht man von einer Bouchard Arthrose. Zusammengenommen nennt man dieses Krankheitsbild Polyarthrose der Fingergelenke. Im Vergleich zu Rheuma ist das ein relativ harmloses Krankheitsbild und hat nichts mit Rheuma zu tun. Bei einem Schub der Polyarthrose können auch mal kurzzeitige Schmerzen auftreten, aber die Gelenke werden nicht zerstört. Die Knoten sind meistens mehr ein kosmetisches Problem. Ganz anders beim Rheuma der Hände. Dort kommt es mit der Zeit häufig zu Gelenkzerstörungen. Es bilden sich Cysten und Usuren. Die Gelenke können richtig deformiert werden. (z.B. die sogenannte Schwanenhalsdeformation). Auch wenn in erster Linie nur die Hände betroffen sein sollten, muss man die rheumatische Grundkrankheit ausreichend behandeln um all die späteren Schäden zu vermeiden. Wenn die Grundgelenke beteiligt sind, fällt die Diagnosestellung relativ leicht. Bei Beschwerden die nur in den Mittelgelenken auftreten, ist die Diagnose etwas schwieriger, wegen der Abgrenzung zur Polyarthrose. In diesen Fällen lässt man einfach eine Röntgenaufnahme der Hände anfertigen. Die typischen rheumatischen Knochenveränderungen zeigen sich im Röntgenbild oft schon in frühen Stadien.

Welche Hautveränderungen gibt es bei Rheuma? Rheuma ist nicht nur eine Gelenkerkrankung sondern eine Fehlsteuerung des Immunsystems, die den ganzen Körper betrifft. Bei den meisten rheumatischen Krankheitsbildern wie z.B. Rheumatoide Arthritis, Fibromyalgie, Hashimoto ist die Haut überhaupt nicht einbezogen. Es gibt aber zumindest 2 rheumatische Krankheitsbilder mit Hautbeteiligung. 1)Lupus erythematodes 2)Dermatomyositis Der Lupus erythematodes Beim Lupus erythematodes findet sich das typische Schmetterlingserythem. Es handelt sich um eine Rötung, die meistens nicht erhaben ist und sich vom Nasenrücken ausgehend in den Wangenbereich ausdehnt. Das Erythem ist meist spiegelbildlich identisch, so dass es aussieht wie ein Schmetterling mit ausgebreiteten Flügeln. Man spricht hier vom cutanen Lupus erythematodes weil er die Haut betrifft. Bei den Patienten, bei denen nur das Erythem auftritt kann der Krankheitsverlauf recht milde sein. Daneben gibt es aber noch den Systemischen Lupus erythematodes. Er gehört zu den Kollagenosen und kann alle inneren Organe befallen. Mit Vorliebe betroffen sind die Nieren. Auf alle Fälle ist der Lupus erythematodes eine ernste Erkrankung, die immer Anlass sein sollte ausgiebige Untersuchungen durchzuführen um eine Beteiligung innerer Organe auszuschließen. Dermatomyositis Wie der Name schon sagt können bei der Dermatomyositis sowohl die Muskulatur als auch die Haut beteiligt sein. Unterschiedliche Hautveränderungen können dabei auftreten. •Rot/bläuliche Verfärbung der Haut um die Augen herum •Rötliche Verfärbung der Haut über den Streckseiten der Gelenke, die zudem meist erhaben ist. •Rot/bläuliche Verfärbung und Schwellung der Haut im Bereich von Hals, Schultern und Dekolleté Auch die Dermatomyositis, die ebenfalls zu den Kollagenosen zählt, ist ein schweres rheumatische Krankheitsbild, da neben den Hautveränderungen ebenfalls innere Organe (Herz, Lunge, Nervensystem) betroffen sein können.

Was ist der Rheumafaktor? Der Rheumafaktor ist ein sogenannter Autoantikörper. Das heißt, dass er körpereigenes Gewebe angreift. In diesem Fall richtet er sich gegen eigene IGG Antikörper des Körpers. Er wird nach einer Blutentnahme (1 ml Serum) im Labor bestimmt. Der Körper verfügt über verschiedene Antikörperklassen. IGA Antikörper sind auf den Schleimhäuten angesiedelt. IGG Antikörper zeigen die erste Abwehrreaktion des Körpers z.B. nach einer Infektion an. IGM Antikörper sind die Langzeitantikörper, die auch lange Zeit nach einer Infektion noch erhöht bleiben. Der Rheumafaktor selbst gehört zur Klasse der IGM Antikörper und richtet sich meistens gegen IGG Antikörper. Er kann aber auch andere IGM Antikörper oder IGA Antikörper angreifen. Ein positiver Rheumafaktor findet sich bei folgenden Krankheiten •Rheumatoide Arthritis •Lupus erythematodes •Sjögren Syndrom •Sicca Syndrom •Sklerodermie •Polymyalgia rheumatica •Dermatomyositis Die Schwierigkeit bei der Bewertung des Rheumafaktors liegt darin, dass er auch bei anderen, nicht rheumatischen Krankheiten positiv werden kann. Zudem weist ein Teil der Gesunden einen positiven Rheumafaktor auf. Das allergrößte Problem bei der Bewertung des Rheumafaktors liegt darin, dass in der täglichen Praxis viele Rheumatologen eine rheumatische Erkrankung als ausgeschlossen ansehen, wenn der Rheumafaktor, CPP und die Entzündungswerte wie BSG und CRP Normalwerte aufweisen. Gerade Fibromyalgiepatienten sind davon besonders betroffen, da sie in der Regel einen negativen Rheumafaktor haben. Aus meiner Erfahrung weiß ich aber, dass auch die Fibromyalgie, genauso wie die oben genannten Krankheiten zu den rheumatischen Krankheiten gehören. Woher weiß ich das? Bei tausenden Vegatestuntersuchungen konnte ich immer wieder nachweisen, dass Fibromyalgiepatienten genauso wie all die anderen Rheumatiker mit den gleichen krankheitsauslösenden Stoffen reagieren. Wenn man diese Stoffe löscht, werden sie auch genauso beschwerdefrei wie Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis. Das gleiche gilt für alle anderen Rheumatiker, die einen negativen Rheumafaktor aufweisen. Zusammengefasst kann man sagen: Der Rheumafaktor ist ein Hinweis auf ein rheumatisches Geschehen aber nicht mehr. Er muss im Zusammenhang mit den anderen Laborwerten und vor allem unter Berücksichtigung der Beschwerden des Patienten betrachtet werden. Ein negativer Rheumafaktor schließt ein rheumatisches Geschehen auf keinen Fall aus.

Fibromyalgie

   Massage der Rückenmuskulatur bei Fibromyalgie

Massage der Rückenmuskulatur bei Fibromyalgie

(Bild: Pixabay)

Welches sind die Symptome einer Fibromyalgie? Fibromyalgiepatienten klagen in der Regel über eine Vielzahl an Beschwerden. • Muskelschmerzen, die wechselnd verschiedene Körperregionen befallen können • Muskelsteife • Schlafstörungen, der Schlaf ist nicht erholsam • Verminderte psychische Belastbarkeit bis zu Depressionen • Verminderte Leistungsfähigkeit mit chronischer Müdigkeit • Licht und Geräuschempfindlichkeit • Konzentrationsstörungen • Gefühl im Nebel zu stehen (fibro fog) Daneben treten aber manchmal auch Beschwerden auf, wie man sie von anderen rheumatischen Krankheitsbildern her kennt. • Morgensteife (rheumatoide Arthritis) • Rückenschmerzen in Hals Brust oder Lendenwirbelsäule (Morbus Bechterew) • Trockene Augen (Sjögren Syndrom) • Unruhe, Herzrasen (Hashimoto Thyreoiditis) Das ist darauf zurückzuführen, dass die Fibromyalgie ein rheumatisches Krankheitsbild ist, das sich an Muskeln und Sehnen abspielt. Rheuma ist aber nicht auf eine bestimmte Organstruktur beschränkt. Dadurch kommt es zu diesen Mischbildern, weil der rheumatische Prozess auch an anderen Gewebestrukturen gleichzeitig aktiv ist. Es ist gleichgültig, an wie vielen Organstrukturen sich Rheuma gleichzeitig abspielt. Es handelt sich immer um die gleiche Ursache. Man muss die 40 verschiedenen Stoffinformationen, die Rheuma zu Grunde liegen, löschen. Dann werden in der Regel auch die verschiedenen Beschwerden verschwinden oder sich zumindest deutlich verbessern. Ab 2023 wird es möglich sein, diese Stoffinformationen mit Hilfe des Rheuma-San Bioaktivators® selbst zu löschen.

Was ist die Ursache von Fibromyalgie? Kurz gesagt, die Schulmedizin und die wissenschaftliche Forschung wissen es nicht. Es gibt viele unterschiedliche Vermutungen. Es ist wie immer in der Schulmedizin, wenn man Zusammenhänge nicht kennt, gibt es dafür umso mehr, teils widersprechende, Vermutungen. Man spricht gerne von einem multifaktoriellen Geschehen. In den Begriff kann man dann alles hineinpacken. Als Ursachen genannt werden • Schmerzverarbeitungsstörung •Genetische Veranlagung •Stress •Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen •Atemstörung •Psychische Verletzungen Dementsprechend breit gefächert ist auch die Palette der empfohlenen Therapiemaßnahmen, wobei immer betont wird, dass eine Heilung nicht möglich ist. Man kann lediglich eine Linderung der Beschwerden erreichen. Nach meiner Erfahrung ist die Fibromyalgie eindeutig ein rheumatisches Krankheitsbild. Wie komme ich zu der Behauptung? Durch Tausende von Vegatestuntersuchungen hat sich gezeigt, dass Fibromyalgiepatienten das gleiche Belastungsmuster an krankheitsauslösenden Stoffen aufweisen, wie Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis. Viele Personen, auch Ärzte, sehen Rheuma immer noch in erster Linie als einen Prozess an, der zu Gelenkentzündungen führt. Außerdem stützt man die Diagnosen auf bestimmte Veränderungen der Rheumawerte und anderer Entzündungswerte, die einen rheumatischen Prozess bestätigen. Ein Rheuma als Auslöser der Fibromyalgie wird in der Regel heftig bestritten, da diese Patienten keine positiven Entzündungs- oder Rheumawerte aufweisen. Auch Gelenkbeschwerden treten nur vereinzelt auf. In Wirklichkeit ist Rheuma aber eine Fehlsteuerung des Immunsystems, was dazu führt, dass der Körper die unterschiedlichsten Organstrukturen als feindlich einstuft und angreift. In den 22 Jahren, in denen ich Vegatestuntersuchungen durchführe, habe ich schon 20 verschiedene Organsysteme identifizieren können, an denen sich rheumatische Prozesse ausgetobt haben. Teilweise hatten die Patienten einen positiven Rheumafaktor, viele aber auch nicht. Trotzdem war das Belastungsmuster im Vegatest immer gleich. Viel wichtiger war aber, dass die Patienten nach Löschen der Rheuma auslösenden Stoffe beschwerdefrei wurden oder die Beschwerden sich deutlich vermindert haben. Bei der Fibromyalgie richtet sich der rheumatische Prozess in erster Linie gegen die Skelettmuskulatur. Dadurch können Schmerzen an den unterschiedlichsten Stellen im Körper auftreten und auch von Region zu Region springen. Dabei sind die Rheuma- und sonstigen Entzündungswerte in der Regel negativ. Als Argument dafür, dass die Fibromyalgie kein rheumatisches Krankheitsbild ist, wird immer wieder angeführt, dass die Patienten auch an anderen Beschwerden leiden. Häufig treten eine Schlafstörung, ein chronisches Ermüdungssyndrom, oder Depressionen auf. Abgesehen davon, dass man jeden, auch den stabilsten Menschen in eine Depression treiben kann, wenn Schmerzen lange genug andauern, handelt es sich hierbei einfach um eine Kombination von verschiedenen Krankheitsbildern, denen jeweils auch andere spezifische auslösende Stoffe zu Grunde liegen. Solche Kombinationen sehe ich auch bei anderen Krankheitsbildern wie z.B. einer Colitis ulcerosa oder einer MS. Auch wenn eine gewisse Häufung zu bemerken ist, so handelt es sich doch um unterschiedliche Krankheitsbilder. Die wichtigsten Belege dafür, dass die Fibromyalgie ein rheumatisches Krankheitsbild ist, sind: •Identische auslösende Stoffinformationen wie bei der rheumatoiden Arthritis •In der Regel Beschwerdefreiheit oder starke Schmerzminderung nach Löschen der auslösenden Stoffinformationen.

In welchem Alter bekommt man Fibromyalgie? Man kann in jedem Alter an Fibromyalgie erkranken. Die meisten Patienten, bei denen die Diagnose Fibromyalgie gestellt wird sind zwischen 40 – 60 Jahre alt. Es gibt aber auch Fälle, in denen Kinder oder Jugendliche, bzw. Senioren an einer Fibromyalgie erkranken.

Chronische Schmerzen

Chronische Schmerzen durch Rheuma der LWS

Chronische Schmerzen der LWS durch Rheuma der Wirbelsäule (Morbus Bechterew)

(Bild: Pixabay)

Wie zeigen sich chronische Schmerzen? Chronische Schmerzen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Der Schmerz ist ein Signal des Körpers, dass eine Störung vorliegt. Je nach Störung, die den Schmerz verursacht hat, kann der Schmerz überall im Körper auftreten. Chronische Schmerzen liegen vor, wenn der Schmerz schon länger als 3 Monate andauert. Man kann auch von chronischen Schmerzen sprechen, wenn der Schmerz länger andauert, als es bei dem vorliegenden Krankheitsbild zu erwarten wäre. Da Schmerzen in der Regel ein Alarmsignal des Körpers sind, sollte man nicht einfach den Schmerz mit Schmerzmitteln unterdrücken sondern nach der Schmerzursache suchen.

Was tun bei chronischen Schmerzen? Alle Schmerzen, die länger als 3 Monate anhalten werden als chronische Schmerzen bezeichnet. Die Therapie sollte aus 2 Komponenten bestehen 1. Gezielte Schmerztherapie 2. Beseitigung der Schmerzursache Was ist eine gezielte Schmerztherapie? Heute stehen uns in der Medizin eine große Auswahl an Schmerzmitteln zur Verfügung. Welche Medikamente dem Patienten am besten helfen können, hängt von der Schmerzursache ab. • Bei Schmerzen des Bewegungsapparates wird man zunächst Antiphlogistika einsetzen, (Ibuprofen, Diclofenac, Dexketoprofen (Sympal®) etc. bei stärkeren Schmerzen auch Metamizol Tramadol oder Cortisonpräparate) • Bei Tumorschmerzen kommen zu Beginn Metamizol, Tramadol und später dann Codeinpräparate und Morphine zum Einsatz) • Bei Kopfschmerzen und Migräne reicht die Palette von Ibuprofen über die Triptane bis zu Antidepressiva wie Amitriptylin. Auch Gabapentin oder Carbamazepin kommen zum Einsatz. • Bei Schmerzen im Magen-Darmbereich können Spasmolytika (krampflösende Mittel) Buscopan® oder Metamizol eine entkrampfende Wirkung entfalten. • Bei lokalen Schmerzen in den Extremitäten können Lokalanästhetika hilfreich sein. • Schwieriger wird es bei Schmerzen unklarer Ursache. Hier kann man eine Auswahl der Schmerzmittel nach der betroffenen Region versuchen. So könnte man bei Rückenschmerzen z.B. einen Versuch mit Antiphlogistika oder Cortison machen. Schon diese unvollständige Aufzählung zeigt, dass die Schmerztherapie heute sehr differenziert ist und entsprechende Erfahrung des Therapeuten erfordert. Wie beseitigt man die Schmerzursache? Bei den meisten Schmerzursachen ist die Schulmedizin in ihrem Wissen und den Therapiemöglichkeiten weit fortgeschritten und man sollte alle diese Möglichkeiten nutzen. Ich möchte mich kurz mit der großen Zahl an Patienten beschäftigen, die über chronische Schmerzen klagen, deren Schmerzursache aber unbekannt ist. Nach meiner Erfahrung leiden die allermeisten dieser Patienten an einem rheumatischen Prozess, der aber nicht diagnostiziert wurde. Grund dafür sind oft normale Laborbefunde, nicht stark ausgeprägte Krankheitsbeschwerden, oder das Beschwerdebild des Patienten wird generell nicht dem rheumatischen Formenkreis zugeordnet. Folgende Krankheitsbilder finden sich besonders oft bei chronischen Schmerzpatienten, deren Schmerzursache unklar ist. • Fibromyalgie (Schmerzen im Muskel und Sehnenbereich) • Rheumatoide Arthritis (wechselnde Gelenkbeschwerden, Morgensteife) • Morbus Bechterew (Rückenschmerzen, Steifigkeit, Patient kann morgens nicht länger im Bett liegen bleiben (Bettflüchter) • Periostrheuma, Sehnenansatzrheuma (z.B. Tennisellenbogen oder Achillessehnenreizungen, die therapieresistent sind) • Bindegewebsrheuma (Schmerzen, Schwellung, Entzündung in Gelenknähe aber außerhalb der Gelenke) All diese Krankheitsbilder verursachen chronische Schmerzen durch ein Rheuma, das aber von der Schulmedizin in der Regel nicht als solches eingestuft wird. Man könnte den diagnostischen Weg ganz einfach abkürzen, wenn man den betroffenen Patienten versuchsweise für einige Tage eine Kortisontherapie verabreichen würde, falls keine Kontraindikationen bestehen. Man könnte z.B. Prednisolon (sicherheitshalber mit Magenschutz z.B. Pantoprazol 40 mg) verabreichen. • 3 Tage 1x 20 mg tgl. • 2 Tage 1x 15 mg tgl. • 2 Tage 1x 10 mg tgl • 7 Tage 1x 5 mg tgl. • Danach Kortison absetzen Wenn der Patient unter dieser Therapie beschwerdefrei wird, kann man mit ziemlicher Sicherheit von einem rheumatischen Krankheitsbild ausgehen. In dem Fall könnte man eine normale schulmedizinische Rheumatherapie anschließen. Noch besser wäre es die Rheuma-Ursache zu beseitigen. Ab 2023 wird der Rheuma-San Bioaktivator zur Verfügung stehen. Es handelt sich um ein kleines Gerät zur Selbstbehandlung, das einmal pro Tag für 2 Minuten im Bereich des oberen Brustbeins auf die Haut aufgelegt wird. Das Gerät übermittelt dem Körper die Therapieinformationen, die er benötigt, um die Stoffinformationen zu löschen, die das Rheuma, die Fibromyalgie oder die anderen Krankheitsbilder ausgelöst haben.

Was versteht man unter chronischen Schmerzen? Normalerweise spricht man von chronischen Schmerzen, wenn ein Schmerz länger als 3 Monate anhält. Nach meiner Einschätzung greift diese Definition aber zu kurz. Man lässt dabei völlig außer Acht, warum ein Patient Schmerzen hat. Dabei ist die Schmerzursache der entscheidende Faktor, wenn man dem Patienten helfen will. Folgende Szenarien sind vorstellbar. • Chronische Schmerzen nach einem Unfall oder einer Operation • Inoperable Krebserkrankung • Degenerative Veränderungen • Schmerzen unklarer Ursache z.B. Rückenschmerzen, Schmerzen bei Fibromyalgie etc. Beim Schmerz nach Unfall oder Operation kann ein länger andauernder Schmerz noch im Rahmen des „Normalen“ sein, da die Störung noch nicht ausreichend ausgeglichen werden konnte oder z.B. nach einer Operation Komplikationen aufgetreten sind. Bei einer inoperablen Krebserkrankung ist der Schmerz Teil des Krankheitsbildes, da der Krebs andere Gewebsstrukturen in Mitleidenschaft zieht und dadurch Schmerzen auslöst. Bei den degenerativen Veränderungen z.B. einer Gelenksarthrose wird man versuchen das gestörte Gelenk zu entlasten, oder durch eine Prothese zu ersetzen. Bei den Schmerzen unklarer Ursache muss das Ziel sein, die Ursache des Schmerzes doch noch zu finden, damit man die Ursache beseitigen kann. Bei der Einstufung von Patienten als chronische Schmerzpatienten, die dann eine entsprechende Therapie benötigen, weil der Schmerz sich im Schmerzgedächtnis festgesetzt hat, macht man es sich meiner Meinung nach zu leicht. Natürlich benötigen die Patienten eine Schmerztherapie. Das oberste Ziel muss aber sein die Schmerzursache zu finden und wenn möglich zu beseitigen.