Warum sind manche Krebsarten häufiger?

Aktualisiert: 11. Sept.


Krebspatientin im Rollstuhl nach Chemotherapie
Krebspatientin im Rollstuhl nach Chemotherapie (Bild Freepik)

Es ist wirklich so, dass manche Krebsarten häufiger vorkommen. Aus meiner Erfahrung habe ich nur folgende Erklärung. Um einen Krebs zu entwickeln muss der Patient zunächst an einer Immunschwäche leiden. Das heißt, dass der Körper nicht mehr richtig im Stande ist Krebszellen zu erkennen und abzutöten. Das sagt aber noch nichts darüber aus, in welchem Organ die Krebsentwicklung startet. Das ist wiederum abhängig von speziellen Stoffinformationen, mit denen der Patient krankhaft reagiert. Viele der Stoffinformationen, die dafür in Frage kommen, stammen aus Umweltbelastungen, die wir uns als Gesellschaft selbst zuzuschreiben haben. Wenn diese Stoffinformationen vermehrt in unserer Umwelt vorkommen, steigt gleichzeitig auch das Risiko für eine bestimmte Krebsart.

Ich will ein Beispiel geben. Der wichtigste Auslöser für den Brustkrebs ist die Stoffinformation von DDT, einem Pflanzenschutzmittel, das früher viel eingesetzt wurde. Auch wenn DDT mittlerweile bis uns in Deutschland verboten ist, wird es noch sehr lange dauern bis die Information aus der Umwelt eliminiert ist, zumal es in der dritten Welt immer noch verwendet wird.

Es gab eine interessante Beobachtung. Vor einigen Jahrzehnten stellte man fest, dass das weibliche Flugpersonal deutlich häufiger an Brustkrebs erkrankte als die sonstige Bevölkerung. Man vermutete damals einen Einfluss der Höhenstrahlung oder ähnliche Faktoren. Es gibt aber noch eine ganz andere Erklärung. Man hat damals die Flieger auf Langstreckenflügen vor der Rückkehr aus tropischen Ländern mit DDT haltigen Pestiziden ausgesprüht, um keine gefährlichen Insekten einzuschleppen. Damit waren die Stewardessen vermehrt dem DDT Einfluss ausgesetzt. Wenn dann eine entsprechende genetische Disposition vorlag konnten sie häufiger erkranken als die sonstige Bevölkerung.


2 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen